Rallye

Schon bald nach der Gründung des Vereins, der ja früher noch AMSC Winnenden hieß, nahmen Vereinsmitglieder an Geschicklichkeits - und Zuverlässigkeitsfahrten teil. In den ersten Jahren waren dies vor allem  die Motorradfahrer des Ortsclub. Sehr schnell stellten sich die Erfolge ein. Bereits im Jahre 1953 konnte das Team Spingler/Züfle bei der 3000 km langen Wintersternfahrt nach 47 Stunden auf vereisten und verschneiten Fahrbahnen einen hervorragenden 2. Platz erringen. Bei der damit verbundenen Zielfahrt konnten die Gespannfahrer Paul Haller, Richard Widmann, Albert Wurst den 3. Mannschaftspreis erringen. Julius Dopslaff war mit seinem Pkw erfolgreich.

Die erfolgreichen        Teilnehmer der Wintersternfahrt   1953

Durch den tragischen Tod von dem Vereinsmitglied Viktor Spingler bei einer Rennveranstaltung auf dem Nürburgring ruhten die sportlichen Aktivitäten im Bereich von Rallyeteilnahmen der Vereinsmitglieder.

Erst im Jahre 1961 hat durch Hans Barta, Eugen Bühner, Horst Frank, Günther Irmscher, Manfred Nickel und Gerhard Schwegler ein Wiedereinstieg in den Rallyesport stattgefunden.

Diese Lizenzfahrer waren nicht nur bei Läufen zur Württ. Meisterschaft aktiv, sondern nahmem auch an nationalen und internationalen Rallyes teil.

Erfolge für Winnender Rallyefahrer im Ford 12M

Im Jahre 1964 konnte der bis über die Grenzen des Landes Sportfahrer und Opel - Tuner Günther Irmscher auf einem Opel Kadett den ONS-Rallye-Pokal gewinnen. Der größte Erfolg stellte sich für unser Vereinsmitglied 1967 ein: Er wurde mit seinem NSU TT Gesamtsieger der Tour d´Europe, der bis dahin längsten Rallye der Welt.

Günther Irmscher in seinem Rallye Kadett

Leider ist Günther Irmscher am 9. Februar 1996 viel zu früh einem Krebsleiden erlegen. Der ADAC Winnenden wird seinen erfolgreichsten Sportler immer in Erinnerung behalten.

Weitere große Rallyeerfolge ziehen sich wie ein roter Faden durch die nächsten Jahre. Clubmitglieder wie Peter Holub, Josef Kraus, Uli Schleicher, Bernd Schlichenmeier, Hans - Martin Brömser, Gerhard Scheerer, Roland Hahn, Dieter Nowak waren über Jahre die dominierenden Rallye-Teams in Württemberg und konnten neben Einzelmeisterschaften mehrmals den Württ. Mannschaftstitel gewinnen. Peter Holub gewann neben der Deutschen Rallye Trophäe auch den Toyota Corolla Markenpokal.

 

Peter Holub

 

im Audi

zur Württ.

 

 

 

Rallye -

meisterschaft

 

1983 war das erste aktive Motorsportjahr für unseren heute 2. Vorsitzenden Thomas Kamm. Er konnte sein erstes aktives Jahr gleich mit dem Gewinn der Ostwürttemberg - Meisterschaft beenden. 1984 und 1985 gewann er mit seinem Beifahrer Wolfgang Heer die Württ. Rallye Pokalmeisterschaft.

Thomas Kamm /

Wolfgang Heer

zweifache Gewinner

der Württembergischen

Rallyepokalmeisterschaft

auf ihrem Ford Escort

Dieses hohe Niveau konnte er bis ins Jahr 1990 halten, als er mit seinem Beifahrer Horst Single vier nationale Meisterschaften gewinnen konnte. Thomas Kamm beendete 1990 seine aktive Laufbahn u. a. mit dem Gewinn der Württ. Rallyetrophäe, der Gerhard Mitter Rallyemeisterschaft, und konnte mit anderen Club-Teams die Württ. Mannschaftswertung gewinnen.

Seit Jahren war auch Josef Kraus mit verschiedenen Beifahrern national und auch international sehr erfolgreich und konnte mehrmals die Württ. Rallyemeisterschaft gewinnen.

Josef Kraus und

Roland Sigmund

gewinnen die Württ.

Rallyemeisterschaft

Von 1995 an wurde in einer Veranstaltergemeinschaft alle zwei Jahre die Irmscher - Rems - Murr - Rallye durchgeführt. Der Winnender Sportleiter Alfred Heinrich war die treibende Kraft dieser Veranstaltung. Diese Veranstaltungen waren immer ein Highlight der Rems - Murr - Sportveranstaltungen. Leider war es auf Grund der immer höher werdenden Auflagen nicht mehr möglich, diese Veranstaltungsreihe fortzuführen. im Jahr 2003 fand deshalb die letzte Rems - Murr - Rallye statt.

Unser heutiger Vereinspräsident Kai Uwe Lutz stieg  Ende der 80-er Jahre in den Rallyesport ein. Nach Erfolgen auf nationaler Ebene wechselte er mit seiner Partnerin Andrea Wölfl (heute Lutz) ins internationale Rallyegeschäft und konnte 1991 mit einem 3. Platz bei der Deutschen Rallyetrophäe erste Lorbeeren ernten. Dies wiederholte sich durch die ganzen 90-er Jahre hindurch.

Kai Uwe Lutz

war mit seinem

Opel Astra

erfolgreich bei

internationalen

Rallyes

Mit Dietmar Heinrich und Frank Aust hatte der ADAC Ortsclub eine neue Generation an jungen Rallyefahrern, die  auf internationaler Ebene Erfolge einfuhren. Sie konnten mehrmals vordere Platzierungen bei der Deutschen Rallyetrophäe erringen.

Dietmar Heinrich

war mit seinem

Opel Corsa

erfolgreich in der

Deutschen Rallye -

Trophäe unterwegs

Im Jahr 2008 stieg der ADAC Ortsclub wieder als Veranstalter in Rallyegeschäft ein. Unter Leitung von Thomas Kamm wurde der 1. Winnender Rallyesprint im Industriegebiet in Waiblingen - Neustadt veranstaltet. 

In diesem Jahr wurde auch unter Federführung des Ortsclub Winnenden und seinem früheren aktiven Fahrer Franz Szönyi die Rallyenachwuchsserie "Golf2 1,8l - Cup ins Leben gerufen. Hier haben Nachwuchsrallyefahrer die Möglichkeit, günstigen Motorsport zu betreiben.

Doch auch bin den folgenden Jahren wurde die Genehmigung, einen Rallyesprint durchzuführen immer schwieriger. Nach 5 erfolgreich durchgeführten Sprints muss auch diese Serie 2013 wieder eingestellt werden.

Neben Fahrern wie Bernd Wengert, Kai Uwe Morlang, Gerd Wieland, Rainer Laukemann, Dietmar Bubeck, Thomas Layer tat sich vor allem Jürgen Glass hervor. Seit Jahren war er neben seinen Slalomeinsätzen immer in württembergischen Rallyeserien ganz weit vorne mit dabei.  2011 krönte er seine Erfolge mit dem Gewinn der Württembergischen Rallyemeisterschaft zusammen mit sein Sohn Jens. Nach 2. und 3. Plätzen 2012 und 2013 möchte das Team Jürgen und Jens Glass 2014 wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen.